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22.06.2009

Angenstein AG feiert ihr 70. Firmenjubiläum

Die Flanschenfabrik Angenstein GmbH und ihre Tochtergesellschaft Ditzler Indap AG wurden vor 70 respektive 50 Jahren von Adam Helfenstein gegründet. Seit dem 1. November 2008 sind die beiden Unternehmen unter einem Dach vereint: der Angenstein AG.

Die Jubiläen und der Zusammenschluss der beiden Firmen sind ein guter Grund zu feiern - trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation in der exportorientierten Maschinenindsutrie. Wir taten dies am Freitag, 19.6. und Samstag, 20.6.09 mit einem Anlass für unsere Kunden und Geschäftspartner, einem Fest für die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ihre Familien sowie einem Tag der offenen Türe für die interessierte Bevölkerung.


Auszug aus der Rede des Geschäftsführers, Martin Helfenstein, anlässlich des Anlasses für die Kunden und Geschäftspartner:


Ich begrüsse Sie ganz herzlich zum Jubiläumsfest.


Wir haben heute einiges zu feiern:
- 70 Jahre Flanschenfabrik Angenstein GmbH
- 50 Jahre Ditzler Indap AG
- und schliesslich den erfolgreichen Zusammenschluss der beiden Firmen zur neuen Angenstein AG


Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise ist vielleicht manchen nicht so recht zum Feiern zu mute.
Auch wir von der Angenstein AG spüren die Wirtschaftskrise. Bei uns sind vor allem die Mechanische Fertigung und Ausbrennerei betroffen, wo wir für die schweizerische und deutsche Maschinenindustrie tätig sind. Als Konsequenz mussten wir im Februar in diesen Bereichen unserer Fertigung Kurzarbeit einführen.


Doch Geburtstage kann man sich nicht aussuchen, man hat sie. Und wie das Sprichwort sagt: Man soll die Feste feiern, wie sie fallen!
Gerade in der Krise darf man nicht Trübsal blasen sondern soll weiter vorwärts schauen und darf den Glauben an die Zukunft nicht verlieren. So tut es gut inne zu halten, und sich auch einmal wieder zu vergnügen!


Ich möchte einen kurzen Einblick in die Geschichte unseres Familienunternehmens geben:


Mein Grossvater, Adam Helfenstein, gründete die Flanschenfabrik Angenstein GmbH 1939 in gemieteten Räumlichkeiten einer ehemaligen Wanduhrenfabrik am Fusse des Schlosses Angenstein in Aesch. Die Firma stellte Flansche für den Stahlhandel und die Schweizerische Maschinenindustrie her. Flansche waren damals Mangelware, denn sie konnten infolge des Krieges nicht mehr in die Schweiz importiert werden.


Das Unternehmen wuchs rasch. 1948 konnten bereits die neuen, eigenen Produktionsräumlichkeiten an der Hauptstrasse 190 in Aesch bezogen werden. Das Produktionswerk wurde in 4 Etappen ausgebaut. Heute stehen ca. 8000m2 Produktionsfläche zur Verfügung.


1958 gründete Adam Helfenstein die Indap AG. Bis 1980 vertrieb die Indap AG Elektroboiler, welche unter dem Namen „Cumulus" bekannt waren. Daneben vertrieb sie seit ihrer Gründung Schweisskonstruktionen und verfahrenstechnische Maschinen und Apparate. Nach der Übernahme des Kunststoffapparatebaus der in Aesch domizilierten Firma Ditzler AG erfolgte 2002 der Namenswechsel zu Ditzler Indap AG.



1979, nach dem plötzlichen Tod von Adam Helfenstein, übernahm mein Vater, Bruno Helfenstein, die Geschäftsführung. Bruno Helfenstein modernisierte das Unternehmen und investierte kräftig in neue CNC-gesteuerte Produktionsmaschinen. In der eigenen Fertigung konzentrierte er sich auf hochwertige Produkte, die Herstellung von Normflansche wurde an Partnerfirmen nach Italien und Rumänien verlagert. 1982 wurde ein zweites Produktionswerk an der Industriestrasse in Aesch bezogen. Die erste CNC-gesteuerte Werkzeugmaschine wurde 1985 in Betrieb genommen.


Das Unternehmen musste schon so manche wirtschaftlich schwere Zeit überstehen und sich auch immer wieder den ständig ändernden Marktstrukturen anpassen, wie zum Beispiel die Aufgabe der Normflanschefertigung und deren Verlagerung nach Osteuropa und später nach China.


Doch alle Veränderungen sind auch verbunden mit Chancen.
So konnten wir uns auch während der letzten Jahre verändern und uns den neuen, globalisierten Märkten stellen. Wir sind gerüstet um die aktuell schwierige wirtschaftliche Situation zu meistern.


In den letzten 10 Jahren haben wir diversifiziert und sind enge Kooperationen mit Kunden und Partnerfirmen eingegangen:


1999 erfolgte die Gründung der Jacquet Osiro AG mit Sitz in Aesch. Die Jacquet Osiro ist ein Joint Venture mit der französischen Jacquet Metals, der Markführerin für Zuschnitte und Formteile in Edelstahl und Nickelbasislegierungen.


Im gleichen Jahr - 1999 - gründeten wir das Produktionswerk im Elsass, wo wir kundenspezifische Baugruppen herstellen und Just in Time an unseren Kunden ausliefern.


2002 übernahmen wir den Kunststoffapparatebau der in Aesch ansässigen Ditzler AG und deren Mitarbeiter.


2004 integrierten wir die Ausbrennerei der Debrunner AG Frenkendorf mit ihren Mitarbeitern.


Vor zwei Jahren - 2007 - eröffneten wir unsere Tochterfirma in Suzhou in China. Im chinesischen Produktionswerk werden - gleich wie in Frankreich - kundenspezifische Baugruppen produziert. Eine weitere wichtige Aktivität in China ist die Beschaffung von Flansche und Rohmaterialien für die eigenen Fertigungen in der Schweiz und in Frankreich sowie für den Verkauf an unsere schweizerischen und europäischen Kunden.


Als Zulieferer und Produktionspartner richten wir uns nach den Bedürfnissen unserer Kunden aus und unterstützen sie in der ständigen Optimierung der Logistik- und Produktionsprozesse.


Wir investieren für und mit unseren Kunden, wie zum Beispiel im letzten Jahr in die Orbitalschweisstechnik und Montage von kundenspezifischen Baugruppen oder zuletzt vor ein paar Wochen in neue Fertigungsmittel für die Herstellung von sehr anspruchsvollen Teilen für Torquemotoren.


Am Standort in Aesch sind wir aufgrund der guten Unternehmensentwicklung der letzten Jahre an die Kapazitätsgrenzen gestossen. Wir planen den Bau einer neuen Fabrikationshalle für unser Tochterunternehmen Jacquet Osiro. Den frei werdenden Raum wollen wir für den Apparatebau und eine neue 3-Meter-Karusselldrehmaschine nutzen.


Sie sehen, wir glauben an unseren Slogan „Technik für die Zukunft". Und natürlich hoffen wir, dass die Maschinenindustrie bald wieder in Fahrt kommt.


Ich danke Ihnen, liebe  Kunden und Geschäftspartner, für Ihre Treue und das Vertrauen in unser Familienunternehmen und die stets angenehme Zusammenarbeit.


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Wir danken der Pfadfinderabteilung
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der Internetadresse angenstein.ch